Login

Aktuell sind 151 Gäste und keine Mitglieder online

Werbepartner

Mit uns nicht!

DJK gegen sexuelle Gewalt

Nichtrauchertag Warum es so schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören ...

Millionen Raucher versuchen jedes Jahr aufzuhören. Ein Großteil davon scheitert, denn die Nikotinsucht gehört zu den stärksten Abhängigkeiten.

 

Die Nichtrauchen-Kampagnen der letzten Jahre waren erfolgreich. Unter Jugendlichen gelten Zigaretten zunehmend als uncool: 2001 rauchten noch 28 Prozent der Leute zwischen 12 und 17 Jahren, 2011 waren es nur noch zwölf Prozent. Ganz anders sieht es unter den Erwachsenen aus: Noch immer greifen laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts 30,5 Prozent der Männer und 21,2 Prozent der Frauen zur Zigarette.

Die Zahl der  Frauen, die in den vergangenen 30 Jahren an einer für das Rauchen typischen Krebserkrankung gestorben sind, ist sehr stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai mitteilt, starben im Jahr 2011 fast 14 500 Frauen an Lungen-, Bronchial- oder Kehlkopfkrebs. Gegenüber 1981 ist das eine Steigerung um 186 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der verstorbenen Männer um rund elf Prozent. Trotzdem sterben insgesamt immer noch mehr Männer als Frauen an einer solchen Krebserkrankung – im Jahr 2011 waren es 31 000 Männer.

Die wenigsten Menschen rauchen ohne Reue. Umfragen zufolge unternehmen pro Jahr 35 Prozent einen Versuch aufzuhören und immerhin 60 Prozent erwägen, bald mit dem Qualmen Schluss zu machen. Doch die Mehrzahl scheitert. Zu tief sitzt die Sucht in den Gehirnen der Raucher. Wissenschaftler konnten auf Bildern eines Positronen-Emissions-Tomografen zeigen, dass die neurobiologischen Veränderungen denen einer Abhängigkeit von harten Drogen, etwa Kokain oder Heroin, sehr ähneln. Vor allem die Zahl der Rezeptoren für den Botenstoff Dopamin in Teilen des Gehirns, die als „Belohnungszentrum“ gelten, war bei Rauchern stark vermindert. Das heißt, sie benötigen regelmäßig Nikotin, um sich gut zu fühlen.

Risiken auf Nichtraucherniveau senken

Die meisten, die aufhören wollen, setzen nach wie vor auf die Schlusspunktmethode. Das bedeutet, sie bestimmen einen Tag X, ab dem sie keine Zigarette mehr anrühren wollen. Rückfallquote: 95 Prozent. Studien mit psychologischen und chemischen Hilfsmitteln zeigen, dass der Rauchstopp mit Unterstützung anderer Methoden einfacher geht.
Und der Tabakverzicht lohnt sich, denn mehr als die Hälfte aller regelmäßiger Raucher stirbt vorzeitig an den Folgen der Sucht. Sie ist die bedeutendste einzelne, vermeidbare Ursache für Krankheit und Tod: Allein in Deutschland sterben täglich rund 300 Menschen an Rauchfolgen. Zum Glück sinken die Risiken des Ex-Rauchers für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs relativ rasch. Wer früh genug aufhört, kann sogar das Niveau eines Nichtrauchers erreichen.

Quelle: Focus Online, 31.05.2013

Joomla Template by Joomla51.com