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DJK gegen sexuelle Gewalt

50JahreDJK 2

Oidhittla Sportler lassen ihren Verein hochleben

Gelungene Jubiläumsfeier des DJK-SV Altreichenau – Gottesdienst in der Pfarrkirche, Festakt im Zelt – Segen für das renovierte Sporthaus

pnp     von Florian Duschl

 

 

 

Sie begleitete Festzug und Fest mit schwungvoller Musik: die Blaskapelle Neureichenau.

Altreichenau. Feierlich der Gottesdienst, stattlich der Festzug, ansprechend der Festakt im Zelt – die Altreichenauer ("Oidhüttler") Sportler haben es verstanden, den 50. Geburtstag ihres Vereins in einem würdigen Rahmen zu feiern. Entsprechend positiv äußerten sich die Ehrengäste über das Festprogramm.

In der übervollen Altreichenauer Pfarrkirche zelebrierte Pfarrer Christian Thiel, geistlicher Beirat des Sportvereins, den Festgottesdienst, der vom Kirchenchor mit vielen schönen Liedern ausgestaltet wurde. Herausragend dabei der kleine Lukas Seibold mit einem schneidig vorgetragenen Sologesang. Als Ministranten assistierten dem Geistlichen acht junge DJK-Sportler, während mehrere weibliche Jugendliche Kyrie-Rufe, Fürbitten und Gedanken zum Jubiläum vortrugen: "Wenn ich an Sport denke, sehe ich strahlende Sieger vor mir. Wo Sieger sind, gibt es aber auch Verlierer und Enttäuschung. Sport bedeutet auch Gemeinschaft in einem tollen Team, kann aber auch gefährlich sein. Trotzdem ist Sport das Größte, denn es ist spannend und faszinierend und hält fit und gesund." In den Fürbitten hieß es: "Im Sport sind wir immer wieder Gefahren und Verletzungen ausgesetzt. Halte du deine schützende Hand über uns!"

 

Pfarrer Christian Thiel spendete dem grundlegend renovierten Sporthaus während der Messe den kirchlichen Segen. − Fotos: Fl. Duschl

Besonders beeindruckend waren die Gedanken im Schlussgebet: "Ich stehe, Gott, vor dir, wenn ich Sieger bin. Du teilst meine Freude. Ich stehe, Gott, vor dir, wenn ich verloren habe, du teilst meine Trauer."

In seiner Predigt spannte Pfarrer Thiel einen Bogen vom Fußballspiel zum christlichen Glauben: "Das Spiel unseres Glaubens ist Jesus, auf ihn wollen wir schauen. Er hilft uns, zu unserem Glauben zu stehen und davon zu sprechen."

Zu einem stattlichen Festzug formierten sich nach dem Gottesdienst zusammen mit dem Jubelverein und Ehrengästen die Abordnungen von Gemeinderat, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, SV Bischofsreut, SV Grainet, FC Vorderfreundorf, FC Dreisessel, SV Neureichenau, DJK-SSC Lackenhäuser, SSV Jandelsbrunn, SV Hintereben, SSC Haidmühle, WSV Rastbüchl, FFW Altreichenau, Frauenbund Altreichenau, Junge Frauen Altreichenau, SKV Altreichenau, SKV Duschlberg, Stammtisch Dreisessel und Stockschützen Dreisessel.

 

Ehrengeschenke konnte DJK-Vorstand Marcus Vaterl (l.) von Spielgruppenleiter Markus Geißinger entgegennehmen.

Unter den Ehrengästen fanden sich Pfarrer Christian Thiel und die früheren Altreichenauer Geistlichen Klaus Hoheisel und Günther Sondorfer, Landrat Sebastian Gruber (der erst zur Ehrung erschien), die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger, Bürgermeister Walter Bermann mit etlichen Gemeinderäten, DJK-Diözesanvorsitzender Klaus Moosbauer, Spielgruppenleiter Markus Geißinger und der Schulleiter der Volksschule am Dreisessel, Stefan Wolf.

Gut ein Kilometer war von der Pfarrkirche bis zum Sportgelände in Branntweinhäuser zu marschieren, und das bei hochsommerlichen Temperaturen. Besonders heiß wurde da vor allem den Musikanten der Blaskapelle Neureichenau, die ja auch den Marschrhythmus angeben mussten.

 

Die Jugend hat einen großen Stellenwert beim DJK-SV Altreichenau: Jede Menge Spaß hatten die Kinder bei ihrem Spielenachmittag zum Jubiläum.

Bevor es zur ersten kühlen Mass ins Festzelt ging, stand noch ein Weiheakt an: Pfarrer Christian Thiel segnete das rundum renovierte Sportheim der DJK-SV Altreichenau. Dazu formierten sich die Vereinsabordnungen in einem großen Karree vor dem Sporthaus.

Anschließend gab Vorstand Marcus Vaterl im Festzelt einen kurzen Abriss über die Geschichte des Altreichenauer Sportvereins, verwies aber im Übrigen auf die Festschrift, die von Franz Kerschbaum in Zusammenarbeit mit Dr. Robert Wimmer, Gernold Wagner und Lydia Seibold erstellt worden ist.

 

Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte auch DJK-Diözesanvorstand Klaus Moosbauer (r.) an Vorstand Vaterl.

Das Vereinsjubiläum sei ein guter Anlass, dankbar und mit Stolz zurückzublicken, meinte Vaterl. Denn 50 Jahre Vereinsgeschichte bedeuteten ein erhebliches Maß an Engagement, Sportbegeisterung, Gemeinschaftssinn und Arbeit vieler Ehrenamtlicher.

Das Hauptaugenmerk will der Verein, so der Vorstand abschließend, auf die Weiterführung der bisherigen guten Jugendarbeit legen, sie sei auch ein wichtiger sozialer Baustein in der Sportlergemeinschaft. Für die Zukunft wünscht sich Marcus Vaterl weiterhin guten Zusammenhalt und Engagement der 458 Mitglieder für die anstehenden Aufgaben.

Bürgermeister und Schirmherr Walter Bermann gratulierte als erster der Grußredner zum Jubiläum und unterstrich die große Bedeutung des Vereins als Heimat der Sportler. Den Jugendlichen, die hier gut aufgehoben seien, werde hier ein Ziel und eine Richtung gegeben, ebenso aber auch den älteren Sporttreibenden. Für manche bedeute der Verein sogar ein zweites Zuhause. Gleichwohl habe auch der Sport mehrere Gesichter: Ein strahlendes, ein verhülltes und auch ein Alltagsgesicht. Im Jubelverein sei in den 50 Jahren vieles bewegt worden. Für die Zukunft wünschte der Bürgermeister viel Erfolg und mahnte: "Lasst euch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen!" Obwohl das Gemeindeoberhaupt einen Scheck dabei hatte, meinte er mit Blick auf die Altreichenauer Sportstätten: "Dort wurde bereits eine sechsstellige Summe investiert."

Die große Bedeutung des Breitensports, wo die Wurzeln des Spitzensports gelegt würden, hob die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger hervor. Für die Sportler gelte es, wichtige Tugenden wie Fair-Play, Mannschaftsgeist und das Gewinnen wie auch das Verlierenlernen zu üben. Ebenso brauche der Verein viele ehrenamtliche Helfer. Aufmerksam beobachtete Weinberger die zahlreichen Jugendlichen im Verein: "Das macht Freude und Zuversicht."

DJK-Diözesanvorsitzender Klaus Moosbauer sieht hier die Ziele der DJK – Sport, Gemeinschaft, Glauben – in besonderem Maße verwirklicht. Besonders habe ihm der gut gestaltete Gottesdienst imponiert.

Spielgruppenleiter Markus Geißinger lobte die Altreichenauer Fans, die weitum einen guten Ruf bei anderen Vereinen genießen. Andererseits seien die Fußballer bei Hallenturnieren als "Favoritenschrecks" gefürchtet. Und gerne wolle er als Spielgruppenleiter zur Feier des Aufstiegs in die Kreisliga wiederkommen…

Der Vorstand des SV Bischofsreut, Helmut Madl, hob den Vorteil der Spielgemeinschaft hervor, die sich im Jugendbereich bereits seit Jahren bestens bewähre.

Von allen Grußrednern gab es für den Jubelverein Geschenke, seien es Fußbälle, Schecks oder Plaketten.

Während des gemeinsamen Mittagessens spielte erneut die Blaskapelle Neureichenau mit ihrem Kapellmeister Stefan Artinger fleißig auf und bekam für ihr umfangreiches Repertoire von den Festbesuchern viel Applaus. Den Festausklang am späten Nachmittag gestalteten die "Spitzbuam" mit zünftiger Musik.

Bereits am Vortag hatten Lydia Weishäupl und Petra Seibold ein großes Spielprogramm für Kinder ausgerichtet. Neben einer großen Hüpfburg waren zahlreiche Spielstationen aufgebaut, an denen sich die rund 40 Kinder nach Herzenslust vergnügen konnten. Sackhüpfen, Balancieren auf einem schmalen Band, Zielwerfen, Wassertransport mit Schwimmflossen an den Füßen und Stelzenlauf war ebenso im Angebot wie Hockeyspielen, Gemeinschaftsübungen mit einem bunten Schwungtuch und zum Schluss ein spannendes Tauziehen zwischen Buben und Mädchen.

Etwas enttäuschend war dann abends der Besuch der Zeltparty, bei der die Band "Jump" ausgezeichnete Musik machte und das Publikum begeisterte.

Über die sportlichen Begegnungen im Rahmen des Vereinsjubiläums (Toto-Pokal und Juniorenspiel 1860 München gegen die SG Altreichenau-Bischofsreut) wird im PNP-"Heimatsport" ausführlich berichtet, ebenso demnächst über die zahlreichen Ehrungen zur 50-Jahr-Feier.

 

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